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Künstliche Intelligenz – Chance oder Kontrollverlust? Moderator Phillip Kamke über die digitale Zeitenwende

„Ich komme aus Lübeck und bin seit 2019 beim NDR“, beginnt Phillip Kamke. Nach dem Abitur, dem Studium und einem journalistischen Praktikum fand er seinen Weg in den öffentlich-rechtlichen Rundfunk. Dort arbeitet er als Redakteur und Reporter – und das medienübergreifend. „Beim NDR ist es wichtig, sich nicht nur auf ein Medium zu konzentrieren. Ich decke alles ab: Fernsehen, Hörfunk, Online – und natürlich Moderationen. Das macht die Arbeit besonders vielseitig.“
 
Im Gespräch zeigt sich Kamke neugierig und offen gegenüber technologischen Entwicklungen – insbesondere gegenüber Künstlicher Intelligenz. „Das ist für mich ein riesiges Feld, das ich noch gar nicht vollständig überblicken kann“, sagt er. Erste Erfahrungen hat er bereits gesammelt, etwa mit ChatGPT. „Ich habe mir für meine Reportagen mal Überschriftenvorschläge machen lassen – das war spannend.“ Besonders faszinierend findet er KI-Anwendungen im Alltag, etwa bei der Rezeptsuche. „Wenn man eingibt, was noch im Kühlschrank ist, bekommt man passende Rezeptideen. Das hilft nicht nur beim Kochen, sondern kann auch dazu beitragen, Lebensmittelverschwendung zu reduzieren.“
 
Auch für die Ernährungsbranche sieht Kamke großes Potenzial. „Ich kann mir gut vorstellen, dass KI dabei hilft, zuckerreduzierte oder -freie Produkte zu entwickeln, die trotzdem schmecken. Grundsätzlich werden durch KI gesündere Lebensmittel auf den Markt kommen.“ Gleichzeitig sieht er gesellschaftliche Herausforderungen. „Über allem schwebt die Frage: Welche Arbeitsplätze werden künftig noch gebraucht? Nicht nur in der Ernährungsbranche wird es durch KI zu Verschiebungen kommen. Das ist eine große gesellschaftliche Aufgabe.“ 

Mit Blick auf die Zukunft zeigt sich Kamke gespannt. „Ich bin neugierig, wohin die Reise geht und was KI noch alles können wird. Sie wird in sämtlichen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Bereichen eine größere Rolle spielen – und das wird nicht Jahre dauern, sondern rasant schnell gehen.“ Er denkt sogar darüber nach, wie sich sein eigener Beruf verändern könnte: „Wer weiß, ob ich künftig noch als Moderator auf einer Bühne stehe – oder ob Moderationen bald KI-animiert stattfinden.“